Die „Volks“-Befragung fürs Traummännlein! (Teil1)

Eine Chronologie äußerst hinterfragenswerter Abläufe rund um die Rat-Haus-Macht und die „Volks“- Befragung zum Murkraftwerk.

Fakt ist:

  • Es wird von Seiten der Projektbetreiber Bezug auf eine „Bürgerbefragung“ verwiesen, die positiv für das Kraftwerk ausgefallen sei.

  • Die mit rund 16.000 Unterschriften eingeforderte Volksabstimmung gegen den Bau der Murstaustufe wurde abgelehnt und die Ablehnung in der 2. Instanz bestätigt.

Wie es dazu kam und wer welche Rollen spielt

Teil 1: Die „Volks“ – Befragung

Im Jahr 2012 wurde von der ÖVP an 122.500 speziell ausgewählte Personen ein Fragebogen geschickt.

32.760 Personen antworteten, wovon 30.134 gewertet wurden (?), davon waren 75,7% für das Murkraftwerk (22.811).
Das waren damals trotz gezieltem Auswahlverfahren gerade einmal 11,7% der Grazer Gesamtbevölkerung.

Diese „Volks“-Befragung wird seitdem von der ÖVP als „Bürgerbefragung mit eindeutigem Ausgang für den Bau des Murkraftwerkes“ vermarktet.
Dass auch die Wirtschaftskammer mit einem E-Mail an ihre Mitglieder sich für den Bau des Murkraftwerkes und gegen eine Umweltzone aussprach, weil diese 430 Millionen Euro Wirtschaftsverlust mit sich bringen würde, zeigt jedenfalls dass der Volkspartei viel daran lag diese Befragung als Ausdruck des „
Volkswillens“ für spätere Diskussionen zu präsentieren und daher auf vielen Ebenen motivierend eingriff.

WIrtschaftskammer – Ein „JA“ zum Murkraftwerk ist auch ein „JA“ zum Wirtschaftsstandort Graz! (Quelle: WKO Email 08.02.2012)

Die Interessensvertretung hat also ihre Interessen gegenüber ihren Mitgliedern kundgetan, ist es nicht die Aufgabe der Wirtschaftskammer die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten?

„NEIN“ zur Umweltzone – Interessant dass die Wirtschaftskammer ihren Mitgliedern ihre Position empfiehlt, sollte es nicht umgekehrt sein? (Quelle: WKO Email 08.02.2012)

Das alleine wäre schon schlimm genug und hätte aufgrund seines Täuschungspotenzials in früheren Zeiten mit Sicherheit zum „Bäckerschupfen“ aller Beteiligten in der frei und wild fließenden Mur geführt, aber es gibt immer noch eine Steigerung.

Nagl meinte dass die ÖVP die Volksbefragung bezahlt hätte, wie viel Geld dabei aus der Parteiförderung kam, wissen WIR noch nicht. (Quelle Presseaussendung Bgm Siegfried Nagl, 19.10.2016)

Bezahlt wurde diese Sonderaktion einer Bürgerbefragung natürlich nicht nur wie Bürgermeister Siegfried Nagl im Oktober 2016 in einer Presseaussendung behauptete nur mit den Mitteln der ÖVP, sondern mit unserem Steuergeld, denn immerhin bekommt die Volkspartei von ihrem „Volk“ Parteiförderung.
Und das Alles für eine Momentaufnahme deren Ergebnis auf Basis der ausgewerteten Daten eben nur als gezielte Täuschung gewertet werden kann.

Siehe dazu: DerStandard.at

Märchenstunden der Energie Steiermark – wenn bei Urs Harnik-Lauris das Traummännlein kommt:


Der Pressesprecher der Energie Steiermark, Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris ist wie wir mittlerweile staunend erlebt haben wortgewandt und offensichtlich geeignet, die Wünsche der Projektbetreiber wider besseren Wissens an Mann und Frau zu bringen.

Urs Harnik-Lauris weiß wie man den Leuten Mur-Sand in die Augen streut. (Quelle: Reisepanorama)

Er ist Schauspieler, ehemaliger Journalist und war Autor für das ORF „Traummännlein„. Er ist also bestens dafür ausgebildet, dem Publikum die Phantasie als Wahrheit zu präsentieren, Trugbilder als Realität in den Köpfen zum Leben zu erwecken und den Leuten Mur-Sand in die Augen zu streuen. Dieses Talent setzt er jetzt nicht nur im Theater ein, sondern auch als Sprecher der Energie Steiermark, wo er wie kein Zweiter weiß, wie man gute Geschichten erzählt. Dass Harnik-Lauris auch Pressesprecher von Altlandeshauptmann Joseph Krainer war, prädestiniert ihn wohl neben seinen anderen Qualifikationen für diese Stelle doppelt.

Siehe dazu: Reisepanorama und Steiermark.orf.at

Dialogbüro – Eine Werbeagentur zur gezielten Des-In-formation

Das uns als objektiv und sachlich verkaufte Dialogbüro wirbt wiederum mit seitenlangen behübschten als Information „getarnten“ Artikel in den Printmedien mit nicht der Realität entsprechenden Bildanimationen (Siehe Staumauer) zur Stimmungsmache. In der Realität entpuppen sich in Wahrheit diese Beiträge als bezahlte Werbeeinschaltungen.


Video: In kurzen Werbespots wird den Bürgern erklärt wie gut das Murkraftwerk sein soll.


Dazu kommt auch noch ein Youtube-Kanal der übrigens als kommerzieller Werbekanal bei der Medienbehörde KommAustria und der Wirtschaftskammer zwei Wochen vor der Inbetriebnahme angemeldet hätte sein müssen. Immerhin werden hier Leute für die Dienstleistung auch bezahlt, womit der Kanal unter die Anzeigepflicht für Audiovisuelle Mediendienste auf Abruf und somit ins Gewerberecht fällt. Auf der Liste der Mediendienste auf Abruf findet sich weder das Dialogbüro, noch die Energie-Steiermark. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Einzig die Zuschauerzahlen beruhigen uns, die Propagandaspots die auch im ORF geschaltet werden, interessieren nur wenige dutzend Zuschauer.
Dies ist unser aktueller Wissensstand, WIR laden ALLE ein die Faktenlage zu ergänzen, schreiben Sie uns einfach an office@wirbuerger.info. Weil Unwissenheit war gestern!

Fortsetzung folgt…

 

WIR – Unabhängige Bürgerliste Graz

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